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Wanderreiten

Wanderreiten im klassischen Sinne bedeutet „Der Weg ist das Ziel“ .Praktisch bedeutet es ,die meiste Zeit wird im Schritt geritten was auch Sinnvoll ist wenn man sämtliches Gepäck am Pferd trägt.Wir dagegen sind gerne etwas flotter unterwegs d.h. wir reiten nur mit dem notwendigsten Gepäck wie ,Regenponcho, Abschwitzdecke,   Nothufbeschlagwekzeug und Verpflegung.Alles weitere lassen wir uns fahren oder stellen selbst ein Fahrzeug mit dem Gepäck event. Sogar einen Hänger für Notfälle am Zielpunkt bereit.

Wie man ein Pferd für einen Wanderritt trainiert steht in vielen Büchern oder in der Fachpresse.Theoretisch alles gut und schön, tägliches reiten vorrausdesetzt.Als berufstätiger praktisch aber fast nicht durchführbar. Ebenso falsch ist es aber 1x im Monat für eine Stunde um die vier Ecken zu reiten und dann einen Wanderritt von mehreren Stunden Reitzeit in Angriff zu nehmen.Also was tun? Da auch wir voll berufstätig sind bleibt uns nur der Sonntag, und den nutzen wir voll.Jeden Sonntag zwischen 10.00 und 11.00 Uhr geht es los.Wichtig ist die Auswahl der Strecke.Wer viel „Querfeldein“ reitet fördert die Konzentration des Pferdes z.B. bei umherliegenden Baumstämmen und unterschiedlichen Böden. Bergaufreiten ist wichtig, aber nicht im Galopp“weil ich da mein Pferd so schön regulieren kann“ nein, im Schritt oder Trab, das gibt Kondition und baut Muskeln auf.Geht es steil bergab führen wir unsere Pferde um die Sehnen der Vorderbeine zu schonen.Auch das Führen ist wichtig wobei das Pferd immer hinter oder mit der Schulter neben seinem Führer zu gehen hat und das auf beiden Seiten, dies fördert u.a. auch den Gehorsam des Pferdes. Anrempeln oder gar schauern ist strengsten verboten.Öfter mal apruppt stehen bleiben ( ohne mit der Zügel ins Maul zufallen) macht Träumer wieder wach.Ganz wichtig ist das Tempo in dem Geritten wird,ein im Galopp losstürmendes Pferd  hab ich weder unter Kontrolle noch baue ich Kondition oder Muskeln auf ,da es meist auf der Vorderhand rennt.Gefährlch  werden solche Pferde wenn sie in der Gruppe geritten werden.Ist das Pferd aber gewohnt langsam und versammelt zu gallopieren ist es kein Problem solche Pferde am langen Zügel in der Gruppe zu reiten .Nach einigem Training kann man auch lange Strecken gallopieren ohne das sich die Pferde aufheizen oder groß ins Schwitzen kommen.Gegen  gelegentliche Speeds ist natürlich nichts einzuwenden,wobei man (Ohne Training) nie aus vollem Galopp in eine andere Gangart wechseln sollte sondern das Tempo langsam reduzieren und dann in schritt oder Trab wechseln .Häufige Übergänge der einzelnen Gangarten halten das Pferd sensibel .Wichtig ist auch der Schritt er sollte raumgreifend sein und nicht zu langsam auf keinem Fall schlurfend.längere Trabpassagen fördern die Kondition und stärken auf unterschiedlichen Böden geritten die Sehnen.Wer wie wir unter der Woche nicht so viel Zeit hat sollte seine Pferde 2-3mal longieren.Eine halbe Stunde mit vielen Handwechseln reicht.Eine halbe Stunde Bodenarbeit ,Führtraining oder Desensibilisierungtraining machen fast jedem Pferd Spaß und bringen Spaß und Abwechslung in den Pferdealltag.

 

 

Die Ausrüstung

Hier gilt vor allem:“Wer billig kauft, kauft Teuer“. Billige Sättel, Trensen oder auch Reitkleidung zahlt sich immer im Negativen aus .Da sprechen wir aus Erfahrung. Gute Qualität hat ihren Preis wobei eine gute Alternative gebrauchte Sachen sind. Die teuerste und auch wichtigste Anschaffung ist der Sattel.Egal bei welcher Reitweise, der Sattel muss Pferd und Reiter passen. Wir empfehlen den Sattel immer Probe zu reiten und zwar so, das man an Hand des Schweißbildes schon etwaige Druckstellen (=trockene Stellen im Fell) entdecken kann. Manche Händler möchten nicht, das neue Sättel Probe geritten werden und möchten selbst eine Sattelanprobe vornehmen, leider meistens nur um einem dann einen neuen Sattel aufzuschwatzen. Seriöse (= Pferdefreundliche) Händler verkaufen neue Sättel lieber etwas günstiger und mit leichten Gebrauchsspuren dafür kann man den Sattel aber auch oft mehrere Tage ausprobieren und gegebenenfalls den „Alten“ sogar in Zahlung geben.Beim Zaumzeug gilt der Leitfaden „So viel wie nötig und so wenig wie möglich“ Ob Einohrtrense,Englischtrense,Mixikanisch,Spanisch usw. entscheidend ist auch hier nichts darf Scheuern und das Leder muss einige Jahre halten. Am besten geeignet für Trensen und Zügel ist Harnessleder.Günstige Artikel mit Ziernähten oder aus geklebten Leder sind meist  ihr Geld nicht wert. Ein solides Stallhalfter welches am Sattel befestigt wird und nicht am Kopf des Pferdes und ein Strick zum anbinden gehören auch zur Grundausstattung  bei einem Wanderritt. Von den so genannten Panikhaken bei Anbindestricken raten wir grundsätzlich ab da sie sich im Notfall sowieso nicht öffnen,schlägt das Pferd aber mit dem Kopf ruckartig nach einer Mücke gehen sie meisten auf. Bestens bewährt hat sich ein mehrmals geflochtenen Baumwollstrick mit einem sogen. Bullsnap. Bei Ritten im Frühjahr und Herbst ist auf jeden fall eine Abschwitzdecke mit zu führen.Wir empfehlen eine Fleecdecke, welche die Nässe nach außen transportiert und die innere dem Fell zu gewandte Seite trocken lässt.Sie lässt sich außerdem klein zusammenrollen und gut am Sattel mitführen. Alles was am Sattel befestigt wird muss so fest sitzen das nichts flattert oder Scheuert notfalls am Candle des(Western) Sattels zwei Haken anbringen um z.B. Regenponcho oder Decke richtig fest zurren zu können übrigens haben sich dafür Hundehalsbänder aus Leder oder Nylon gut bewährt.

 

 

 

Sattelcaddy

 

Mit etwas Handwerklichem Geschick (oder wie im Saarland üblich, man kennt jemand der einen kennt, der einer kennt der etwas kann) lässt sich dieser Sattel Caddy leicht selbst herstellen. Ein stabiler Holzbock, die Räder eines Puppenwagen(=Flohmarkt) ein Scharnier und ein Haltegriff sind das Material.Alles zusammengeschraubt ergibt einen günstigen aber zweckmäßigen Sattel Caddy der vor allem das hantieren mit schweren Westernsattel erleichtert.    Kostenpunkt ca. 20,- €

 

 

Heuraufe

 

 

Normalerweise füttern wir unsere Pferde außerhalb des Stalls indem wir die Rundballen in einer Verzinkten Heuraufe rund um die Uhr anbieten. Es kommt aber auch vor, das die Pferde eine Nacht im Stall verbringen müssen etwa durch Krankheit, Dauerregen o.ä. Wir haben zwei Arten von Heuraufen in unserem Stall, die wir aus ausrangiertem Förderbandgummi hergestellt haben.Den Bandgummi gibt es meist umsonst von den entspr. Fimen. Er ist äußerst Flexibel  und birgt daher keine Verletzungsgefahr.

 

 

 

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Seiterswaldranch